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Sozialpsychologie – Phasen der Gruppenentwicklung II

Gepostet von am 23.08.2011 in Sozialpsychologie | 3 Kommentare

Sozialpsychologie – Phasen der Gruppenentwicklung II

Phasen der Entwicklung von Gruppen nach Tuckman – Teil II -

von C. Jeschke
(Original-Publikation: Jeschke (2009): Das Erleben und Verhalten eines Gruppenmitglieds in einer sich entwickelnden Theatergruppe. In: Psychologieunterricht (2009): Erleben und Verhalten in unserer medienorientierten Welt. Heft 42. o.O. Verband der Psychologielehrer.)

Vertiefung und Anwendung in der Unterrichtsstunde

Es folgt eine Phase der Anwendung und Vertiefung des bisher Erarbeiteten. In der Folgestunde wird ein Rückgriff auf die Eingangsfolie erfolgen (z. B. Schulklasse). Hier sind die Schüler/-innen gehalten, das Verhalten der Schüler auf dem Bild der ersten Schulklasse mit Hilfe des Phasenmodells der Gruppenentwicklung im Sinne des Transfers zu erklären. Es erfolgt im Anschluss ein Rückgriff auf die eigene, erlebte Situation innerhalb der Gruppenarbeit oder selbst gemachte Erfahrungen.

Die logische Konsequenz, die sich aus diesem Unterrichtsgespräch ergibt, ist eine Auseinandersetzung mit dem Modell im Kontext seines Erklärungswertes und seiner Vollständigkeit. Ggf. ergänzen die Schüler/-innen noch eine abschließende Phase der Auflösung, wie sie von Tuckman und Jensen später (1977) ergänzend beschrieben wurde. Diese kann dem Tafelbild hinzugefügt werden. Auch die Überschrift muss in diesem Fall zu Gunsten von „Phasen der Entwicklung von Gruppen nach Tuckman und Jensen (1977)“ angepasst werden.

Erfahrungen

Die Unterrichtsstunde wurde so bereits mehrfach und mit kleinen Abwandlungen erprobt. Die Schüler/-innen finden in der Regel Gefallen an dem Identifizieren (und vor allem Benennen) der Phasen, auch wenn diese – natürlich – nicht für alle identisch verlaufen. Diese „Diskrepanzen“, die sich im Unterrichtsgespräch ergeben (z. B. geben unterschiedliche Gruppen verschiedenen Zeilennummern aus dem Text an, in welchen sie eine Phase für beendet erachten), können fruchtbar in das Gespräch einbezogen werden. Auch der Transfer gelingt i. d. R. problemlos und der Bezug zum eigenen Alltag ist schnell hergestellt. Die Schüler/-innen wenden dann bereits das Modell auf ihre eigenen Erfahrungen an, kritisieren ggf. Aspekte des Modells (z. B. eine fehlende „Auflösungspahse“, die später mit dem adjourning beschrieben wurde) und vertiefen es damit bereits.

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Kommentare oder eine E-Mail zur Auseinandersetzung mit dem vorliegenden Material wären – wie immer – nett, um das Download-Material entsprechend zu gestalten! Vielen Dank!

Literatur

Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg. 1999): Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II. Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Psychologie. Frechen.

Stangl, Werner (2009): Gruppenphasen. In: Stangl, Werner (2009). http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/Anfangsprobleme.shtml am 7. Feburar 2009

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3 Kommentare

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  1. Kaspar

    Lehrreicher Beitrag. Cool, wenn man das Thema auch mal aus einem anderen Blickwinkel beschrieben lesen kann.

  2. Mika

    Toller Post. Würde gern mehr Posts zu dem Thema sehen.

  3. Iphone 5

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